Die Grenzen sind für die meisten Pendler dicht

Regen. „Die Bundesrepublik hat die Tschechische Republik zum Virusmutationsgebiet erklärt und dies bringt einschneidende Veränderungen für die Grenzpendler“, sagt Regens Landrätin Rita Röhrl. Dies bedeutet, dass seit Sonntag, 0 Uhr, Grenzgänger eine zehntägige Quarantäne einhalten müssen. „Aus dieser Quarantäne können sie sich frühestens nach fünf Tagen freitesten“, erklärt die Landrätin. Ausnahmen werde es nur für wenige Branchen geben.

„Noch ist unklar, welche Ausnahmen es gibt“, berichtet die Landrätin weiter. Zuletzt waren nur noch die Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen als „ausnahmefähig“ im Gespräch. Dies würde Röhrl sehr begrüßen, denn die Testnachweispflicht bei der Einreise gebe es weiterhin, und die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen seien derzeit besonders auf die Mitarbeiter angewiesen.

Die Bundesrepublik begründet die harten Regelungen damit, dass es im Nachbarland Tschechien ab Montag weitgehende Lockerungen geben soll. Hierfür hat auch Röhrl wenig Verständnis. „Angesichts der hohen Infektionszahlen, mit regionalen Inzidenzen jenseits der 1000 Infizierte auf 100.000 Einwohner und der Ausbreitung von Virusmutationen kann man doch nicht den Handel und die Gaststätten komplett öffnen“, sagt sie. Bei allem Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung müssen aber darauf hingewiesen werden, dass tschechische Arbeitnehmer alle 48 Stunden getestet wurden. Alle positiv Getesteten wurden sowieso sofort wieder nach Tschechien geschickt und durften nicht zur Arbeit.

„Für unsere Betriebe ist das in diesen Zeiten eine zusätzliche Belastung. Sie müssen damit rechnen, dass ihre tschechischen Arbeitskräfte ab der kommenden Woche nicht mehr zur Verfügung stehen“, erklärt die Landrätin, weist aber auch darauf hin, dass eine Einreise mit negativem Coronatest bis kurz vor Mitternacht möglich ist.