Heimatgeschichten

Heimatgeschichten aus dem Bayerischen Wald

Oftmals kann man nicht mehr nachvollziehen, ob sich eine Geschichte genau so abgespielt hat, wie sie niedergeschrieben wurde.

Vieles ist – wir alle kennen das Spiel – als „stille Post“ von einem zum anderen weitergetragen worden oder hat sich in der Erinnerung verwässert.


Doch das ist nicht entscheidend, Heimatautor Sepp Sager hat über Jahrzehnte Bayerwald-Geschichten gesammelt und manchmal, da wo Lücken sind, etwas hinzugefügt.

Sicher ist aber, dass in jeder der Anekdoten Wahrheit steckt und sie sich so oder so ähnlich zugetragen haben.




Die Wetterfahne


Auf vielen Häusern im Bayerischen- und Böhmerwald findet man heute noch gelegentlich Wetterfahnen auf den Dächern. In früheren Jahren gab es wahre Kunstwerke, die von einheimischen Spenglern und Schmieden angefertigt wurden. Viele davon waren meist berufsbezogen, so hatten Bauernhöfe Tiere, Fischer hatten einen Fisch oder Jäger einen Hirsch am Dach. Auf Schulen fand man häufig einen Federkiel und auf Kirchen einen Hahn, der symbolisieren sollte, dass beim Hahnenschrei Judas den Jesus verleugnete.


Schön waren vor allen die Wetterfahnen auf den Türmchen der Bauernhöfe. Im Türmchen selbst waren kleine Glocken, die das Gesinde mittags und abends zum Essen und Feierabend riefen.

Dazu passt eine kleine Geschichte über eine Wetterfahne im Böhmerwald. In Korkushütte, in der Nähe von Winterberg, war einst ein Bauer, der mit seinem vielen Geld prahlte. Wenn er in die Stadt wollte, ließ er von seinem Knecht seinen „Dachauer“ einspannen. Der Apfelschimmel war der schönste in der ganzen Gegend. Die Beschläge am Geschirr mussten blitzblank geputzt sein. Wenn die armen Bewohner der Dörfer den Herrenbauern kommen sahen, säumten sie die Wege um das schöne Gefährt zu sehen.


Für die bettelnden Kinder hatte der geizige Mann nie einen Kreuzer übrig, aber im Wirtshaus am Ringplatz hielt er immer die ganze Gesellschaft zechfrei. Es sprach sich schnell herum, dass der Geldbauer im Goldenen Engel ist und es wunderte nicht, dass die Gaststube bald bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auf dem Dach seines Bauernhofes in Korkushütte hatte der Bauer schon vor Jahr und Tag eine Wetterfahne anbringen lassen, die einen großen Geldsack darstellte. Jedes Mal wenn er von seiner Sauftour am anbrechenden Morgen seinem Hof zufuhr, erfreute er sich an diesem Kunstwerk, das dann in der aufgehenden Sonne leuchtete, denn es war mit purem Gold verziert.


Müde von der Sauferei saß der Bauer wieder einmal auf seinem Kutschbock und schlief. Der Apfelschimmel kannte von alleine den Weg, denn er war schon hundert Mal den Weg gegangen. Als das Pferd am Hof anhielt erwachte der Bauer, er sah zu seinem Geldsack hoch und lehnte sich zufrieden zurück. Just als er durch das Hoftor fuhr, fiel der goldene Geldsack allerdings vom Dach und erschlug den Bauern. Die Leute in der Gegend erzählten noch lange, dass dies die Strafe dafür war, weil der Bauer immer mit seinem Reichtum prahlte, aber für die hungernden Kinder nie einen Kreuzer übrig hatte



Die Sterbeglocke


Am 1. April ist Vorsicht geboten, das weiß jedes Kind. Weil niemand die Scherze wirklich ernst nehmen darf, ging es in früheren Zeiten auch einmal ein bisschen makaberer her. So gab es in den 1960-er Jahren in Schönberg einen Gemeindediener, der für jede Lumperei zu haben war – deshalb glaubte man ihm nicht immer alles.


Eines frühen Morgens, am 1. April, ging der Gemeindediener von Haus zu Haus und verteilte die Gemeindepost, wie es damals noch üblich war. In jedem Haus kündigte er todernst an, dass die Bichler Anni, eine alleinstehende ältere Dame, in den Brandweiher gefallen und ertrunken sei. Jeder im Markt kannte die Bichler Anni, die sehr beliebt war.

Die Neugier trieb halb Schönberg zum Brandweiher, auch der damalige Bürgermeister war dabei, um die Ertrunkene zu sehen. Der Gemeindediener erzählte seine Lügengeschichte natürlich auch dem Mesner, dem Bloier Sepp, der zuständig für das Sterbeglockeläuten war. Dieser hatte in seinem Pflichtbewusstsein nichts Eiligeres zu tun, als sofort zur Kirche zu laufen und das Sterbeglöcklein zu läuten.


Im Markt ging die traurige Nachricht vom tragischen Tod der Bichler Anni wie ein Lauffeuer von Haus zu Haus. Irgendwann, es dauerte gar nicht lange, erreichte auch die Anni selbst die Nachricht von ihrem vorzeitigen und gar tragischen Ableben. So war sie vielleicht die Einzige, die den Aprilscherz nicht ernst nahm – und diesen letztlich auch zum Erstaunen und zur Freude der Schönberger auflöste.


Sie selbst nahm die Sache übrigens locker, denn auch wenn der Aprilscherz ganz schön deftig war, so musste sie selber darüber lachen. Wohl auch wegen dieser Lockerheit lebte sie noch viele Jahre gesund und munter weiter.




Die letzte Hexenverbrennung


Der Landrichter Gottfried Wagner vom fürstbischöflichen Pflege-und Landgericht Passau, mit Sitz in Fürsteneck, brachte im Februar 1703 die drei weiblichen Personen, die Dienstmagd Afra, das Hütermädchen Maria und die Bäuerin Maria vor die Schranken des Gerichts auf der Fronfeste Perlesreut.

Die drei als Hexen Beschuldigten wohnten in Witersitt und Neidberg und sie waren beschuldigt, wegen der Verhexung von Mensch und Tier, wegen Giftmord und wegen Umgang mit anderen verhexten Personen, sowie wegen eines Bündnisses mit dem leibhaftigen Teufel.

Das dieser Hexenprozess heute noch nachvollzogen werden kann, ist einem pfarramtlichen Protokoll zu danken, in dem es unter Anderem heißt, dass der angeklagten Haupthexe Afra über 40 Fragen vorgelegt wurden, die sie auch beantwortete und sich dabei selbst schwer belastete. Afra schilderte dem Gericht, wie sie schon in Jugendjahren mit dem Teufel bekannt wurde und wie dieser endlich in sie gefahren sei.

Sie erzählte auch, wie er sie verführt hat und wie er ihr die Kraft gab, Kühe und Geißen zu verzaubern, dass sie Unmengen von Milch gaben. Sie schilderte auch, wie sie auf einer Mistgabel geritten sei und dass sie Zechgelage mit fremden Mannsbildern, die eine andere Sprache sprachen, gehalten habe. Sie habe vom Teufel auch gelernt, wie man Hexensalben herstellt.

Das 13-jährige Hütermädchen Maria war etwas klüger, sie verstand es zu ihren Gunsten 20 Fragen zu beantworten. Die Neidberger Bäuerin Maria hatte 13 Fragen zu beantworten und bestritt, mit der Sache etwas zu tun zu haben. Sie behauptete, die vorgefundenen Salben, Wachsstöcke, Pech oder Maulwurfpelze und Lederriemen benötige sie für die Heilung ihrer offenen Füße.


Nach der Vernehmung der drei Hexen wurden auch verschiedene Männer befragt. Alle behaupteten, dass ihr Vieh verhext worden sei und dass sie beobachtet haben, wie der Mann von der Afra Butter und Schmalz nach Passau gebracht habe. Einige bezeugten auch, dass sie in der Nähe des Dorfes Neidberg größere Butterbrocken auf den Feldern gefunden haben, die die Hexen bei ihrem Ritt auf der Mistgabel verloren haben. Sie beschuldigten die Afra auch, dass sie eine Ehebrecherin sei und ärger fluche wie ein Holzknecht. Mit den Aussagen der Zeugen schließt das pfarramtliche Protokoll.


Ein Urteilsspruch des Gerichts ist nirgendwo auffindbar. Der Volksmund behauptet, das die Afra als Hexe unweit von Fürsteneck, auf einem Berg, verbrannt worden sei. Nach diesem Prozess hat man zu keiner Zeit mehr von ähnlichen Verhandlungen gehört. Es dürfte der letzte Hexenprozess im Bayerischen Wald gewesen sein der 1703 abgehalten wurde.


Sie selbst nahm die Sache übrigens locker, denn auch wenn der Aprilscherz ganz schön deftig war, so musste sie selber darüber lachen. Wohl auch wegen dieser Lockerheit lebte sie noch viele Jahre gesund und munter weiter.




Das "Elektrische" kommt


Nicht einmal ein Menschenleben ist es her, da war der Anschluss an die Stromleitung noch eine Besonderheit. Jedes Mal, wenn ein Dorf an das „Elektrische" angeschlossen wurde, veranstaltete man zum Abschluss eine sogenannte „Lichtfeier“, bei der man den Verantwortlichen Danke sagte.

25 Jahre lang hat die damalige Gemeinde Eberhardsreut mit ihrem Bürgermeister Albert Stockinger darum gekämpft, für Gumpenreut und Ödhäuser eine Stromleitung zu bekommen.

Endlich konnte am 28. Februar 1952 mit der Ostbayerischen-Energie-Versorgung ein Vertrag abgeschlossen werden. Unmittelbar nach der Unterzeichnung wurde mit den Arbeiten für die Hausanschlüsse begonnen. Eine Transformationsstation wurde gebaut und wenige Monate danach glühte zum ersten Mal eine elektrische Lampe in einem Haus.


Bisher musste man sich mit Kinnspann oder Petroleumlampen begnügen. Am 18. September 1952 fand im Bauernhof der Katharina Jobst die „Lichteröffnungsfeier“ statt. Bürgermeister Albert Stockinger und Ehrengäste, wie OBAG-Vertreter sowie Baubeteiligte waren eingeladen und wurden reichlich bewirtet.

Der damalige Ortspfarrer Johann Bosser gab den kirchlichen Segen. Bis in die Morgenstunden saß man gemütlich feiernd zusammen, hatte man doch jetzt eine hell erleuchtete Stube.




Der Herr Professor


Noch vor dem 2. Weltkrieg, als die Sommerfrischler noch vereinzelt in den Bayerischen Wald kamen, hatte man mit denen auch ein persönliches Verhältnis, vor allem dann, wenn sie schon Stammgäste waren, die meisten gehörten sozusagen für wenige Wochen im Jahr zur Familie. Nach Feierabend traf man sich meist irgendwo mit Nachbarn und Bekannten, man ratschte, erzählte Geschichten oder man richtete andere Leute aus. So war es auch beim Wagner Xav im unteren Dorf.


Es war an einem warmen Augustabend des Jahre 1936, unter den Versammelten war auch ein Sommerfrischler, der schon Jahrzehnte alljährlich für wenige Wochen in den Ort kam. Er war ein vornehmer Herr der Herr Professor Wirzig aus Berlin, deshalb wurde er im Ort auch nur „Herr Professor“ genannt.


Die Leute freuten sich, wenn er wieder im Orte weilte, besonders bei der Schuljugend war er beliebt, denn es hatte sich herum gesprochen, dass der Herr Professor immer eine offene Hand hatte, wenn man schön brav grüßte. Dies wurde natürlich ausgenutzt, die Buben rissen sogar ihre Mützen vom Kopf wenn sie dem Herrn Professor begegneten.

Man war sicher, dass ein Stück Schokolade oder ein Bonbon für die freundlichen Kinder abfiel.


Am meisten aber freute sich die Naderer Kramerin, denn bei ihr kaufte der Herr Professor die Waren. Wie schon gesagt, an diesem schönen Augustabend saß man wieder beisammen und unter den Versammelten auch der Herr Professor. Wie es halt so ist wenn Waldler „warm“ werden, fängt der Eine oder der Andere an zu frotzeln. Diesmal war es der Sepp, der den Herrn Professor auf dessen feine und korrekte Kleidung ansprach und meinte, dass er ja schon fast ein echter Bayer sei, nur sein Stehkragen und seine Röhrlhose, samt dem „Gesthinteri“, passe nicht so recht zu ihm. Die Anderen pflichteten ihm bei und meinten, dass dem Herrn Professor eine Lederhose gut stehen würde.


Dieser sagte aber nur: „Det jlaube ike nich, jeder solle bei sener Jleidung bleben.“ Damit war das Thema auch abgeschlossen. Am nächsten Tag traf man sich wieder, nur der Herr Professor fehlte noch. Im Verlauf des Abends erschien dieser doch noch, diesmal aber nicht in Stehkragen und Röhrlhose, sondern vom Kopf bis Fuß auf bayerisch gekleidet. Er trug einen feschen Walkjanker mit Edelweiß am Kragenrevers, dazu eine kurze Lederhose und seine spandürren weißen Wadl umspannten grün-weiße Stutzen. Die Füße steckten in genagelten Haferlschuhen. Auf dem Kopf trug er einen kecken Trachtenhut mit buschigem Adlerfederflaum.


Alle staunten über die schöne teure Kleidung und zollten dem Herrn Professor großen Respekt und Bewunderung. In manchem Gesicht war auch Neid zu sehen, ob so schöner Kleidung. Der Wagner Xav bewunderte den Herrn Professor von oben bis unten und sagte ganz spitzbübisch: „Herr Professor, sche schaun’s aus. Nur bei uns in Bayern tragt ma`s Hosntürl vorn und net hintn!“




Streit in der Kirche


Bis in die 1960-er Jahre hinein gab es zwischen Schönberg und Innernzell einen kleinen Ort namens Glotzing. Die etwa 25 Bewohner gehörten zur Gemeinde Innernzell, in die Kirche gingen sie jedoch nach Schönberg. Einer der drei Landwirte hatte einen Sohn den man Michi rief.

Er war damals noch ein kleiner Junge und er war noch nie in der Kirche, weil der Weg zu weit war. 1937 durfte er zu Ostern mit dem Vater nach Schönberg in die Kirche zum Hochamt gehen.


Von seinen größeren Brüdern wusste er, dass es bei so einem Hochamt sehr feierlich zugehe. Dem Michi wurde sein schönstes Gewand angezogen. Mit dem Vater ging er, die Schuhe in der Hand tragend, hinunter zur Ohe und über Ramelsberg zur Kirche nach Schönberg. Am Feuerwehrhäusl in Ramelsberg durfte er die Schuhe anziehen.


In der Kirche lauschte der Michi dem, das da geboten wurde. Nach der Kirche ging der Vater mit ihm noch ins Lorenzwirtshaus, wo der Bub ein Kracherl und Würstl bekam. Als die beiden am frühen Nachmittag nach Hause kamen, hatte der Michi der Mutter viel zu erzählen, und das klang in etwa so: „Mei Mutter, sche is gwen, lustig und spaßig. Z’erst is da Pfarra aus da Kammer (Sakristei) rauskemma und hat a langs, weiß’ Hemad anghabt, dann is er über a paar Staffi aufi gstiegn und hat allaweil in sein Bart einigmumpflt. Mitten drin hat er wieder a paar Schroa da und hat umanander gebenedeit (gefuchtelt).“ Weiter erzählte der Michi mit hochrotem Kopf: „Glei drauf is er wieder in sei Kammer außi ganga und kaum umgschaut, is er von einem Loch aus der Mauer außakemma und in an großn Zuber (Predigtstuhl) eini gstiegn.


Mei Mutter, des hättst hörn solln, wie er da drobn g’fetzt hat. Mit der Faust hod er auf des Geländer hinghaut, dass i schier gmeint hab der Zuber fallt mitsamt ihm owa. Wie er mit seiner Schimpferei fertig gwesn is, is er wieder durch’s Loch eini in sei Kammer und glei drauf is er wieder außa kemma. Dann hat ihm a Ma an Mantl anglegt und er is wieder über die Staffl auffi gstiegn und hat do drobn gschimpft, owa gleich a so, das ihm die Stimm’ über gschopt is.“ Auch die Stimme des Michi überschlug sich, denn er wollte der Mutter alles auf einmal erzählen. „Mittn drin hat a Bub, der auch a weiß’ Hemad anghabt hat, den Pfarra an Schal bracht, weilna in d’Finga gfrorn hat, wie er so a blecherns Drum von an Kastl außa gnommen hat. (Er meinte den Kelch).


Auf de Staffl sind no a paar Bubn gstandn, de miaßn herum zündelt habn, weils afamoi a so graucht hat, dass i gmeint hab, dee ganze Kirche brennt ab. Bua, da is der Pfarra aber narrisch gwordn und sogar a Schelterer is ihm auskemma. Drobn am Schroat (Empore) do is da Schuilehrer mit a paar Weiba gstandn und de habn den Pfarra immer drein gschrian. Des is dem aber bald z’dumm wordn und do hat er sich umdraht und hat auffegschimpft und hat ihnen mit da Hand droht.

Die Weiba habn sich des net gfalln lassn und habn zruckgschimpft bis es dem Pfarra z’dumm wordn is und wieder in sei Kammer raus ganga is, aber zruckkemma is er nimmer.“ Eine wahre Geschichte, die mir einer der Brüder von Michi erzählt hat. Das Dorf Glotzing gibt es nicht mehr, nur noch einige Grundmauern sind im Gebüsch zu erkennen.




Das Marterl in Panhof


Eine alte Sage besagt, dass ein Bauer, der in der Nähe von Deggendorf gewohnt haben soll, in seinem Testament festlegte, sein Leichnam solle von einem Ochsenkarren gezogen werden. Und zwar so weit, bis die Ochsen nicht mehr weitergehen wollten.

Er war ein sündiger Mensch gewesen, hatte sich so manche Sünde zuschulden kommen lassen, wollte aber scheinbar ohne Makel vor seinen Herrn treten.

Nichts fürchtete er mehr, als am Himmelstor zu stehen und von Petrus abgewiesen zu werden. In die Hölle wollte der Bauer nicht, auch nicht ins Fegefeuer. Also legte er in seinem letzten Willen fest: Dort wo die Ochsen stehen bleiben, solle mithilfe seines Nachlasses eine Kirche gebaut werden.


Die Ochsen zogen also samt Leichnam führerlos ihrer Wege. Die Sage weiß, dass sie am Panhof, in der Nähe von Schönberg, aus einem Bach tranken, um sich zu stärken. Sie blieben aber lange noch nicht stehen, sondern zogen weiter nach Oberkreuzberg.


So soll die dortige Kirche entstanden sein – und, man möchte es kaum glauben, noch heute soll das Grabmal des Bauern in der Kirche St. Magdalena zu sehen sein. In Panhof blieb von dieser Geschichte ein Erinnerungsstein übrig, der zu Ehren des Bauern, der Ochsen und des ungewöhnlichen Testaments errichtet wurde.




Der Gänsetrieb nach Bayern


Nach der Schlachtung der Gänse kam zu meiner Jugendzeit für die Frauen der Nachbarschaft immer eine lange herbeigesehnte Zeit, die Zeit des „Federschleißens“. Irgendwo in einer Stube traf man sich, setzte sich im Kreis zusammen und die Arbeit begann.

Es war natürlich eine willkommene Gelegenheit zum Ratschen und Austausch von Neuigkeiten und Gerüchten. Die Flaumfedern wurden von den groben Federn behutsam getrennt und von den Kielen befreit. Die Flaumfedern wurden für die Kopfkissen verwendet und die Übrigen für die Zudeckpolster.


Dabei erzählte mir meine Großmutter einmal, dass als sie jung war, nach der großen Hitze im Sommer alljährlich ein „Gänsegang“ durch die Stadt Winterberg, auf der Reichsstraße (Passauer Straße) zum Hochholz und weiter nach Bayern stattfand.


Es gab damals im Böhmischen viele Gänseaufkäufer, die von den dortigen böhmischen Bauern die Gänse kauften und sie bis nach Bayern über die Grenze bei Kuschwarda (Strasny) und Philippsreut trieben. Oft waren es über tausend Tiere, die so zu ihren Kunden gebracht wurden. Der Gänsetrieb dauerte viele Tage und man kann sich vorstellen, dass die Tiere große Qualen und einen Fußmarsch von 50 und mehr Kilometer hinter sich bringen mussten – was so manche Gans nicht überlebte.

Eine Tortur, die der heutige Tierschutz sicher nicht dulden würde. In Kubohütte oder Obermoldau gab es Menschen, die diese kraftlosen Tiere billig kauften und wieder aufpäppelten. Die Gänse, die abgemagert ihr Ziel in Bayern erreichten, wurden von Aufkäufern erworben und von Haus zu Haus verhandelt.




Schloss Eberhardsreut


Eberhardsreut wurde einst, wie sein Name schon sagt, von einem Eberhard gegründet. Das dortige Schloss – heute in Privatbesitz – war Stammschloss der Eberharder. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts erhielt das Hochstift Passau das Obereigentumsrecht und gab den Ort dem Edelmann Heinrich von Wessenberg zu Lehen.


In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts besaß das Schloss Karl Thuemayer von dem es Erasmus Schild im Jahre 1477 durch Kauf erhielt. Dessen Witwe, eine geborene Menkofer, verkaufte es im Jahre 1518 an Erasmus Welchsinger, Pfleger zu Englburg. Einige Zeit darauf fiel Eberhardsreut, ein halsisches Lehen, an den Landesherrn.


Kurfürst Maximilian I. verlieh es dann im Jahre 1599 den Hauzenbergern zu Biberegg. Als das Geschlecht dieser Hauzenberger im Jahre 1636 erlosch, erhielt es Joachim Wieninger zu Plaibach zu Lehen. Unter diesem Wieninger wurde das Schloss von den Schweden verwüstet, aber auch wieder hergestellt.


Sein Sohn Otto kam dann im Jahre 1725 in den Besitz des Manneslehens. Es folgten als Besitzer 1780 die Edlen von Stadlershausen. Ein Franz Ignaz von Stadlershausen auf Eberhardsreut und Biberegg, war um 1789 „fürstbischöflicher passauischer wirklicher Rat, päpstlicher und kurpfalzbayrischer immatrikulierter Comes Palatinus und freiresignierter Dechant von Aigen und Kanonikus zu Vilshofen”. Durch einen Max Edlen von Stadlershausen kam Eberhardsreut im Jahre 1816 an Kajetan von Hueb, der zugleich die Dominikalien des freieigenen Edelguts zu Aicha vorm Wald und die des Schlosses Haus bei Perlesreut erwarb.


Die Kapelle wurde von ihm um 1820 repariert, erweitert und erhöht. Im Jahre 1841 wurde sie von Bischof Heinrich geweiht. Das Schloss Eberhardsreut liegt heute noch, etwas von Bäumen verdeckt, mitten im Ort.




Die Dampfmaschine


Im 18. Jahrhundert wurde von James Watt die erste brauchbare Dampfmaschine vorgestellt. Am 7. Dezember 1835 fuhr der erste mit Dampf betriebene Zug von Nürnberg nach Fürth. Mediziner und Gelehrte warnten vor diesen „Teufelszeug” und es gab viele Kritiker.


Im Jahr 1999 erschien in der PNP in diesem Zusammenhang ein bemerkenswerter Artikel, in dem ein Bauer aus dem 19. Jahrhundert, seine Ansichten von sich gab. In seinem Brief heißt es: „…für unsere Herren Dampfdresch-Gesellschafter ist das Dampf dreschen ein rentables Geschäft. …aber diesen Dampfdreschmaschinen kann ich absolut kein Loblied singen.


Bedenke man, dass man zur Bedienung 20-30 Personen braucht, für die Dreschstunde zwei bis drei Mark bezahlen, der Bauer noch das Heizmaterial, Kost und Bier stellen muss, so wird das eine ganz schöne Summe, für die sich so manchen Bauer hinter den Ohren kratzen wird.” Weiter meint er in seinem Brief, dass der Bauer im September seine Wintersaat bestellt, Anfang Oktober dann eine Dampfmaschine kommen lässt und sein gesamtes Getreide drischt, so bleibt ihm noch der Rest des Oktobers zum Umpflügen der Stoppelfelder.


Besorgt er im November das Holzfällen und Streurechen, so braucht er im Dezember einige Tage zum Hächselschneiden. Der Bauer schreibt weiter „…jetzt frage ich mich, was tut der Bauer von Weihnachten bis Mitte März? Er weiß auch nicht, was er mit seinen Knechten und Mägden anfangen soll.


Ich bin selbst Bauer und gönne jedem Landmann nach monatelanger schwerer Arbeit die wohl verdiente Ruhe. Das Wochen, ja Monate lange Faulenzen trägt aber schlechte Früchte. Vom Wirtshaus sitzen, Karten spielen und Kammerfensterln kann sich weder der Dienstherr noch der Dienstbote ernähren…" Der Bauer meint weiter, dass die Eltern und Großeltern mit dem Dreschflegel besser fertig geworden sind als wir mit der Dreschmaschine und jeder Bauer sollte sich schämen, wenn er sich mit der Dampfmaschine bedienen lässt.

Er meint weiter: „…kehren wir zurück zu den schönen Sitten und Bräuchen der Väter, die mit Sparsamkeit und Fleiß mit den schönsten Beispielen voran gegangen sind. Seien wir einig und spielen wir nicht durch solche Unternehmungen unser gutes Geld in die Hände der Großprotzen…” Was würde der Bauer, der diesen Brief geschrieben hat, sagen, wenn er in unsere Zeit gesetzt würde? Könnte er sich mit all den Erfindungen der letzten 200 Jahre identifizieren? - Es war ein gesellschaftliches Ereignis, wenn die Dampfmaschine im Ort war, wie das Foto beweist.




Totenbrett


Totenbretter wurden auch in manchen Gegenden des Böhmerwaldes aufgestellt. Als ich noch ein Junge war, hat mir einmal mein Großvater eine Geschichte erzählt. Die Zeit damals war sehr arm, die Leute hatten kaum zu Essen noch für andere Dinge Geld.

So ist es schon einmal vorgekommen, dass jemand die Totenbretter stahl, auf dem schon ein Toter gelegen hatte und für etwas anderes verwendete, zum Beispiel für den Bau eines Tisches.


In der Nähe von Klösterle bei Winterberg ist das geschehen: Ein junger Mann holte sich nachts ein solches Totenbrett, lud es auf seinen Rücken und trat den Weg nach Hause an. Das Brett wurde aber immer schwerer, es lastete wie Blei auf seinem Rücken und er konnte es auch nicht ablegen.


Die Nacht war kalt, die Kirchturmuhr schlug die zwölfte Stunde und als der zwölfte Schlag ertönte, drückte ihn das Brett zu Boden. Er rief noch die heilige Jungfrau um Hilfe, aber auch die konnte ihm nicht helfen. Der Mann wurde bewusstlos und am nächstem Morgen fanden ihn Kirchgänger am Wegesrand liegen. Sie sahen, dass er nicht tot war, sie brachten ihn zum Pfarrer aber auch der konnte den Fluch nicht von dem Manne nehmen. Dieser brachte ihn in das Armenhaus, wo er noch verwirrt einige Jahre lebte.


Als er gestorben war, bettete man ihn ebenfalls auf ein Totenbrett, doch oh Wunder, er fiel immer wieder herunter sooft man ihn auch hinauf legte.




Postboten in der alten Zeit


Täglich am frühen Morgen zogen die Postboten früher, voll bepackt, vom Postamt am Unteren Marktplatz in der Marktgemeinde Schönberg aus, um Pakete und Briefe an ihre Kundschaft zu bringen. Bis zu 50 Kilo mussten sie schleppen, jeder über viele Kilometer durch den ganzen Zustellbereich, der von Solla bis Eppenschlag reichte.


Damals in den frühen 1950er Jahren gab es weder Postfahrräder, noch Postzustellungsautos, alles musste auf Schusters Rappen zurückgelegt werden.


Von den Älteren werden sich noch viele an den kleinen Postboten[nbsp] Vitus Schiffl erinnern, der jeden Vormittag seinen Paketkarren den steilen Berg, vom Unteren Marktplatz bis in die Regenerstrasse, schob, so hoch beladen, dass er nicht drüber schauen konnte. Viele werden sich auch noch an den freundlichen Postboten Sigi Vogl erinnern, der sicherlich eine Auszeichnung verdient gehabt hätte.


Und auch der Postbote Hans Wirthl ist unvergessen, der täglich seinen Postgang nach Solla, bei Schnee, Regen und Hitze machen musste. Es war nicht verwunderlich, dass er seine Ziehharmonika dort im Gasthaus Süss deponiert hatte und oft erst spät Nachts nach Schönberg zurück kehrte.




Postkutsche - modernes Reisemittel


Die Beförderung von Reisenden wurde durch die Post schon im frühen 19. Jahrhundert eingeführt. Man setzte damals die Karriolpostwagen ein, das waren Pferdewagen mit überdachten Sitzen für drei bis vier Personen und einem abschließbaren Raum für Postsendungen. Die Fahrten dieser Postwagen fanden regelmäßig statt und sie wurden auch für Sonderfahrten eingesetzt.

Für die Fahrer, den sogenannten Postillione, waren die Touren äußerst anstrengend, denn sie hatten auch die Pferde zu betreuen. Im Winter, bei oft einem Meter Neuschnee, waren die Bedingungen ohnehin kein Vergnügen. Dazu kamen die langen Strecken, die von Tittling über Schönberg bis nach Regen und Deggendorf reichten.

In Grafenau wurde am 1. August 1845 eine Fahrpostexpedition eingerichtet, die täglich eine Fahrt zwischen Schönberg und Grafenau ausführte und auch Reisende befördern konnte. Dadurch war eine Reiseverbindung zwischen Grafenau, über Schönberg (Umsteigemöglichkeit), nach Regen und Passau möglich. Ab 9. Februar 1869 war die tägliche Fahrt von Grafenau nach Tittling möglich, die Strecke führte über Schlageröd, Gehmannsberg, Haselbach, Furth und Rettenbach. Eine weitere Karriolpostlinie wurde am 1. April 1889 nach Freyung über Schönanger und Hohenau eröffnet.


Als man die Eisenbahnlinie von Zwiesel nach Grafenau eröffnete, es war am 1. September 1890, fuhr die Karriolpost zweimal täglich von Grafenau nach Schönberg. Man wurde schon moderner, in den pferdebespannten Wagen hatten schon bis zu sechs Personen Platz und die Wagen wurden auch vierspännig, mit Kreuzleine vom Bock aus gefahren. 1902 war es schon möglich, auch nach Neuschönau, St. Oswald, Regen und Tittling, weiter nach Passau und auch nach Zenting und Freyung zu reisen. Bekannt ist auch, dass schon damals Unfälle passierten, so scheuten beispielsweise in Hohenau Pferde innerhalb der Ortschaft und gingen durch.


Der Karriolpostwagen kippte um, der Postillion und zwei Reisende wurden verletzt. Die gleichen Pferde verursachten auch schon am 3. November 1917, an fast der gleichen Stelle, einen Unfall, sie wurden durch andere Pferde ersetzt. Die Ersatzansprüche der Reisenden hatte der Posthalter zu zahlen.




Die Kohlenbrenner vom Brotjacklriegel


Am Südhang des Brotjackelriegel liegt die Ortschaft Daxstein und dort lebten zu alten Zeiten drei Brüder, die Kohlenbrenner waren. Sie lebten tagein, tagaus etwas abseits der Ansiedlung in einfachster Umgebung. Nur ihre Kohlenmeiler, eine alte Hütte, die sie schon von ihrem Vater übernommen hatten, und ein gemauerter Brunnen waren ihr Eigen.


Am Brunnen wuschen sie sich am Sonntag früh den Ruß vom Leibe, bevor sie zur Kirche gingen. Sie arbeiteten jeden Tag, und auch nachts musste immer einer Wache halten, damit kein Meiler ausbrannte. Sie tranken und spielten nicht, nur hin und wieder steckten sie sich eine Pfeife an. Sie sparten für ihr Alter, wenn sie sich einmal zur Ruhe setzen sollten.


Der Förster, der gelegentlich bei den Brüdern vorbei schaute, sagte ihnen eines Tages, dass am Sonntag in Schöfweg ein Kirchweihfest stattfinden soll. Nach langem Überlegen entschlossen sie sich, dieses Fest zu besuchen um wenigstens einmal mit den anderen Burschen und Mädchen zu feiern und zu tanzen.


Als sie nach der Kirche mit den jungen Leuten im Wirtsgarten beim Aulinger saßen, ging auch schon das Necken und Spotten los. Einer sagte, die Kohlenbrenner sollten doch ihre Schürhaken mitgenommen haben, damit sie jemanden zum Tanzen hätten, denn ein Mädel würde sich sicherlich nicht mit ihnen einlassen.


Ein besonders hübsches, aber freches Mädel sagte zum Kellner, er solle den Dreien Ziegenmilch einschenken, denn Bier würden sie sicherlich nicht vertragen. Einer der Musikanten sang sogar ein Spottlied auf die Köhler. Zuerst lachten die drei Kohlenbrenner über die Scherze, aber als es zu bunt wurde und man sie immer mehr beleidigte, gab ein Wort das andere, Ohrfeigen wurden verteilt und die Fäuste kamen bald zum Einsatz. Biertische, Bänke und Stühle flogen durch die Luft und als die Kämpfer müde waren, trug man einen der Spötter tot aus dem Biergarten.

Die drei Kohlenbrenner flüchteten aus Angst nach Hause und stürzten sich gemeinsam in einen glühenden Kohlenmeiler. Der Förster fand die Überreste der verkohlten Leichen nach mehreren Tagen. In Schöfweg wurden diese beerdigt und die Spötter und Zechkumpanen waren vollzählig bei der Beerdigung anwesend.




Schmugglerschlacht


Die Grenze zwischen Böhmen und Bayern übte zu allen Zeiten eine besondere Faszination aus. Und es herrschte ein lebhafter Schmuggel über diese Grenze, im Volksmund nannte man das „Paschen”. Die Menschen selbst empfanden das Paschen gar nicht als Unrecht oder Gesetzesbruch, lebten doch diesseits und jenseits Leute mit der gleichen Sprache, den gleichen Sitten und Bräuchen und man hatte die gleiche Not zu überwinden.


Im Jahre 1850 wurde eine Gruppe bayerischer Pascher aus Lackenhäuser auf ihrem verbotenen Gang an der Grenze in eine Schießerei mit böhmischen Finanzern verwickelt und dabei wurden zwei von ihnen verwundet und von den Böhmischen gefangen genommen. Die Lackenhäuserer wollten aber ihre Kameraden befreien, sie kämpften sich in der Nacht durch den meterhohen Schnee. Im Böhmischen wurden sie von Finanzern gesichtet und sie mussten sich von Baum zu Baum weiterkämpfen, hatten aber etliche Verwundete und sogar einen Toten zu beklagen. Die Bayerischen schworen aber den Böhmischen bittere Rache.


Einige Tage später rüsteten die Lackerhäuserer erneut, gingen über die grüne Grenze, das Ziel war das Forsthaus in Tusset, wo sie die Gefangenen vermuteten. Die Böhmischen Finanzer aber erwarteten die Bayerischen schon und empfingen sie mit einem Hagel von Schrottgeschossen. Die Befreiungsaktion verlief erfolglos. Eines Sonntagmorgens zogen die Bayern verstärkt wieder über die Grenze, dort überwältigten sie diesmal die Böhmischen und erfuhren, dass ihre Kameraden in Winterberg am Schloss gefangen gehalten werden. Einer der böhmischen Finanzer entkam ihnen und warnte die Wachen auf dem Schloss Winterberg.


Als die Lackenhäuserer am Schloss ankamen, erwartete der dortige Bezirkshauptmann die Eindringlinge mit der Nationalgarde und dem Landwehrkommando. Nach bitterem Kampf mussten die Bayerischen erneut erfolglos abziehen. Auf bayerischer Seite herrschte noch lange Zeit große Verbitterung ob der dreifachen Niederlage. Die bayerischen Pascher wurden daraufhin so dreist, dass sie tatsächlich jeden böhmischen Finanzer erschossen, den sie zu Gesicht bekamen. Ein Zustand, der so natürlich nicht geduldet werden konnte. Die Bayerische Regierung sah sich deshalb genötigt, 60 Mann des Infanterieregiments Scheckendorff nach Lackenhäuser zu entsenden, bis sich die Gemüter wieder beruhigt hatten.


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Das Dankesreiter-Häusl in der Öd


Um die Wende in das 19. Jahrhundert war in Schönberg der Sitz für die Forst¬verwaltung großer Teile des Bayerischen Waldes. Die Bediensteten unter Revierförster Max Manhart bauten sich in den 1840er Jahren, mitten im Ödwald, zwischen Schönberg und Saldenburg, eine Hütte, wo sie ihre Feiern und Veranstaltungen abhielten.

Es entstand unweit des damaligen Dankesreiter Hofes, den der Staatsforst angekauft hatte. Man nannte die Hütte „das Ödhäusl”. Im Familienalbum meiner Schwiegermutter, Christine Friedl (Teich Dienerl), fand ich ein Foto aus dem Jahre 1910, als sie als achtjähriges Mädchen die Herrschaften bedienen musste (rechts im Bild).

Forstmeister von Schönberg war damals Johann Ziegler. Das Ödhäusl gibt es übrigens heute noch. Wenn man oberhalb von Gumpenreut rechts die Waldstraße, etwa zwei Kilometer Richtung Saldenburg wandert, erreicht man die romantische Hütte unweit eines Waldsees.